Ausgangssituation

Im Zuge der stetig fortschreitenden Globalisierung erfahren Betriebe einen dramatischen Kosten- und Wettbewerbsdruck. Sollen Betriebs- / Standortschließungen und -verlagerungen nachhaltig vermieden werden, so muss diesem zunehmenden Druck systematisch mit kontinuierlichen und nachhaltigen Prozessverbesserungen und -innovationen entgegengewirkt werden. Die erfolgsentscheidende Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Entscheider im Unternehmen und dabei insbesondere die Verantwortlichen für die Produktions-, Fertigungs- und Logistikprozesse (Gruppen-, Bereichs-, Abteilungs-, Werks- und Standortverantwortliche). Diese Positionen stellen Nahtstellen dar, an denen alle verschiedenen betrieblichen Funktionsbereiche – technische und kaufmännische sowie operative und strategische Belange – zusammenlaufen. Hier bestehen die optimalen Voraussetzungen, um Ansatzpunkte für Prozessverbesserungen und -innovationen zu identifizieren und anschließend umzusetzen.

 

Aufgabenstellung

Es besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen qualifizierten Fachkräften und der Chance auf die strukturierte Schaffung von Transparenz, Sicherheit, Effizienz, Qualität und Innovation in Fertigungs- und Produktionsprozessen. In diesem Zusammenhang bedarf es einer systematischen und lückenlosen Qualifizierungsstrategie in Form eines aufeinander abgestimmten themenübergreifenden Lehrgangsbündels für sämtliche Rollen in der betrieblichen Prozesskette.

Das fachspezifische Know-how wird in den einschlägigen Qualifizierungsprogrammen der Kammern, Fach- und Hochschulen bereits vermittelt. Die Aufgabenstellung des Lehrgangs "Fachwirt/in für Fertigungs- und Prozessmanagement (HWK/IMB)" besteht in der Vermittlung des generalistischen Know-hows mit dezidiertem fach- und branchenübergreifendem Methodenwissen für die vorstehend benannten Schlüsselrollen (Verantwortliche für die Produktions-, Fertigungs- und Logistikprozesse).

In diesem Kontext ist es die Aufgabenstellung des IMB-Instituts mit der Fachwirt-Qualifizierung für Fertigungs- und Prozessmanagement (HWK/IMB) dafür zu sorgen, dass die Betriebe in Deutschland flächendeckend Zugriff auf das erfolgsentscheidende generalistische Know-how haben. Die Betriebe profitieren dabei von der besonderen Form der Symbiose zwischen Wissenschaft, Bildung, Verbandswesen und Praxis.

 

Lösung

Der Lehrgang "Fachwirt/in für Fertigungs- und Prozessmanagement (HWK/IMB)" qualifiziert die Schlüsselrollen in den Betrieben zu methodenkompetenten und schnittstellenübergreifenden Prozessmanagern und vernetzt diese deutschlandweit über ein Alumni-Netzwerk. Die qualifizierten Prozessmanager sind nach dem Besuch des Lehrgangs in der Lage, für eine zielsetzungsgerechte, integrierte und funktionsübergreifende Planung, Steuerung und Optimierung der Fertigungs- und Produktionsprozesse zu sorgen.

In nachstehender Abbildung ist dargestellt, wie mit der Fachwirt-Qualifizierung die Basis für Prozessinnovationen in den Betrieben gelegt wird. Dabei werden die Prozessinnovationen über die qualifizierten Prozessmanager in die betrieblichen Prozesse eingesteuert und führen zum Innovationserfolg.

 

 

Mit dem Besuch der Fachwirt-Qualifizierung für Fertigungs- und Prozessmanagement (HWK/IMB) eignen sich die prozessverantwortlichen Personen aus den Betrieben das erforderliche prozesskettenübergreifende Querschnittswissen in Verbindung mit dem erfolgsentscheidenden Methodenwissen an. Es besteht die Möglichkeit, dieses Wissen über ein strukturiert aufeinander abgestimmtes und modular aufgebautes Lehrgangskompendium in einem Jahr berufsbegleitend mit maximaler örtlicher und zeitlicher Flexibilität zu erschließen. Alternativ müssten derzeit bis zu 20 Seminare und Schulungen an verschiedenen Orten meist zu 100 % als Präsenzschulung besucht werden, um diese Inhalte zu erschließen. Im Falle derartiger alternativer Teilschulungen wären die Inhalte der verschiedenen Angebote zudem nicht aufeinander abgestimmt. Die Folge wären inhaltliche Lücken und Redundanzen sowie eine fehlende Auseinandersetzung mit den erfolgsentscheidenden Schnittstellenkriterien zwischen den verschiedenen Themenbereichen.